Was ist ein Self-Promotional Listicle?
Der Begriff setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen:
- Self-Promotional = selbstwerbend
- Listicle = ein Artikel im Listenformat (eine Mischung aus Liste und Artikel)
Ein Self-Promotional Listicle ist also ein Artikel in Listenform, der gezielt das eigene Angebot hervorhebt.
Definition: Self-Promotional Listicles
Ein Self-Promotional Listicle ist ein Beitrag in Listenform, der dazu dient, das eigene Unternehmen, Produkt oder die eigene Dienstleistung zu präsentieren. Im Gegensatz zu neutralen Bestenlisten oder Ratgebern steht hier die eigene Marke im Mittelpunkt – oft eingebettet in hilfreiche Tipps, Vergleiche oder Rankings.
Neutrales Listicle
Im Gegensatz zu Self-Promotional Listicles verfolgen klassische oder neutrale Listicles meistens das Ziel, objektiv zu informieren. Die vorgestellten Produkte oder Dienstleistungen werden idealerweise anhand nachvollziehbarer Kriterien bewertet und je nach Thema von Redaktionen, Experten oder Testern verglichen.
- 10 Tipps für bessere Fotos
- 7 Gründe, warum Homeoffice produktiver ist
- Die 5 besten KI-Tools für Studenten
Solche Listen werden oft von Suchmaschinen und LLMs mit Retrieval-Funktion zitiert, da sie Informationen übersichtlich strukturieren und Vergleiche, Empfehlungen oder Bestenlisten leicht zugänglich machen.
Self-Promotional Listicle
Hier steht die Eigenwerbung im Vordergrund, selbst wenn der Beitrag wie ein neutraler Ratgeber wirkt.
Typische Beispiele sind:
- Die 10 besten SEO-Agenturen (Eigenes Unternehmen auf Platz 1)
- Die 5 besten Tools fürs Projektmanagement (Eigenes Unternehmen auf Platz 1)
- 7 gute Marketing-Automation-Lösungen (Eigenes Unternehmen auf Platz 1)
Diese Art Listicles können zwar auch einen Mehrwert haben, sind aber subjektiv. Meistens werden trotzdem Fragen beantwortet, Zusammenhänge erklärt und den Lesern bei Entscheidungen geholfen. Nur mit dem Unterschied, dass das eigene Produkt in der Regel Bestandteil der „besten Lösung“ ist.
Warum sind Self-Promotional Listicles so populär?
Der Grund heißt Generative Engine Optimization (GEO). LLMs wie ChatGPT, Perplexity & Co. können Listen besonders einfach verarbeiten und in ihren Antworten verwenden:
- klare Überschriften
- kurze, prägnante Abschnitte
- logisch gegliederte Informationen
- leicht zitierbare Aussagen
- eindeutige Definitionen
Wie bereits erwähnt, greifen sowohl klassische Suchmaschinen als auch KI-Systeme häufig auf gut strukturierte Listicles zurück, um Suchanfragen zu beantworten oder Quellen in ihren Antworten zu zitieren. Insbesondere Marken oder Produkte, die in solchen Listen weit oben erscheinen, haben eine höhere Chance, in Empfehlungen oder Zusammenfassungen berücksichtigt zu werden.
Genau deshalb veröffentlichen immer mehr Unternehmen auf ihren eigenen Websites diese Self-Promotional Listicles, um ins Relevant Set von Suchsystemen und Nutzer:innen zu kommen. Kritiker sehen darin den Versuch, KI-Systeme gezielt zu manipulieren, indem das eigene Produkt in vermeintlich neutralen Bestenlisten oder Vergleichen möglichst prominent platziert wird.
Woran erkennt man ein Self-Promotional Listicle?
Nicht jedes Self-Promotional Listicle ist auf den ersten Blick als solches zu erkennen. Viele dieser Beiträge wirken wie neutrale Ratgeber oder unabhängige Bestenlisten. Es gibt jedoch einige typische Merkmale, die auf einen selbstwerbenden Listenartikel hindeuten:
- Das eigene Produkt oder die eigene Marke wird besonders prominent platziert – häufig direkt auf Platz 1 einer Bestenliste oder als klare Empfehlung dargestellt.
- Die Auswahl der vorgestellten Produkte oder Kriterien ist nicht ausgewogen und bevorzugt das eigene Angebot.
- Nachteile des eigenen Produkts werden kaum oder gar nicht erwähnt, während Schwächen von Wettbewerbern stärker hervorgehoben werden.
- Alternative Lösungen oder Konkurrenzprodukte werden nur oberflächlich behandelt oder dienen hauptsächlich als Vergleich, um das eigene Angebot besser aussehen zu lassen.


